Der erste Arbeitstag – ein neues Abenteuer

Liebe Leser und Leserinnen,

in meinem letzten Blog-Beitrag habe ich euch ein bisschen mit in mein Leben genommen und wie schwierig meine Jobsuche während Corona war.

Karrieretag Aachen

Im September habe ich in Aachen den Karrieretag besucht, mit verschiedenen Unternehmen gesprochen und zwei Tage später wurde ich zum Vorstellungsinterview eingeladen. Eine Woche später hielt ich mit einem guten Gefühl meinen Arbeitsvertrag in den Händen. Das, was ich mir zu Beginn des Jahres so sehr gewünscht hatte und worauf ich ein dreiviertel Jahr warten musste, wurde nun wahr – endlich beruflich das zu machen, worauf ich im Laufe meiner Studienzeit hingearbeitet hatte.

Berufseinstieg

Nach der Zusage bis hin zum ersten Arbeitstag waren es noch gut zwei Wochen. Die Zeit verging wie im Flug, nachdem ich den Arbeitsvertrag unterschrieben hatte. Einige meiner Freunde gaben mir den Rat die Zeit noch auszukosten, da es die letzten wirklich „freien“ Tage meines Lebens sind. Andere Freunde berichteten mir, dass ihre letzten freien Tage vor dem Start in die Arbeitswelt langsam vergangen. Bei mir hingegen verflog die Zeit. Wirklich entspannen und die Zeit für mich nutzen konnte ich nicht, da ich mich aktuell auch noch im Umzugsstress befinde – gefühlt kommt gerade alles auf einmal, aber wenn man etwas wirklich möchte, dann schafft man das auch. Der Glaube daran zählt.

Dadurch, dass die Zeit im Nu verflog, konnte ich meine letzten freien Tage gar nicht wirklich nutzen. Neben der Vorfreude auf meinen Jobeinstieg entwickelte sich eine Art Anspannung in mir. Der erste Arbeitstag rückte immer näher. Neben der innerlichen Anspannung baute sich in mir ein gewisser Druck aus. Druck, den ich mir selber machte aufgrund von Angst – Angst zu versagen. Ich bin eine kleine Perfektionistin und möchte in einem hohen qualitativen Maß meinen Anforderungen und den Anforderungen meiner Mitmenschen gerecht werden – daher der Druck. Zunächst steigerte ich mich in die Angst hinein, wodurch noch mehr Ängste auftraten. Nach kurzer Zeit versuchte ich mich aber wieder zu sammeln und hörte auf, mich verrückt zu machen. Ich sprach viel mit meiner Mutter und meiner Oma, die mir beide wieder etwas mehr Mut zuredeten. Ich versuchte positiv und optimistisch in mein neues Abenteuer zu schauen und kam wieder zu Ruhe. Ich verabredete mich mit Freunden, fuhr viel Fahrrad, um den Kopf frei zu bekommen und versuchte mich so gut wie es ging einfach abzulenken und meinem Alltag, wie zu vor auch, nachzugehen. Ich habe nicht versucht die Anspannung zu verdrängen, sondern einfach versucht, die freie Zeit, die ich noch habe zu nutzen so gut wie es nur ging – auch wenn die Zeit, wie gesagt, so schnell vorbeiging. Trotz der Freizeitaktivitäten habe ich aber auch noch etwas zu meinem Berufsfeld recherchiert um allein aktuelle Zahlen, Statistiken und Prozesse im Hinterkopf zu haben. Das hat mir einfach unfassbar geholfen, meine Angst abzulegen und zu sagen „Hey, das ist dein erster Arbeitstag, dein erster ‚richtiger‘ Job nach dem Studium. Du bist nun mal ein ‚Anfänger‘ aber du hast den Willen das zu schaffen und du schaffst das auch!“

Mein erster Arbeitstag

Gespannt auf das was auf mich zukommt und was ich alles Neues kennenlernen darf, startete ich am 01.10.2020 in das neue Abenteuer: die Arbeitswelt. Mein erster „richtiger“ Job. Mein Tag startete erst einmal nicht vielversprechend. Eine Stunde bevor der Wecker ging wurde ich wach. Die Uhr zeigte 05:09 Uhr an. Wieder in Schlaf zu kommen gelangte mir nicht. Um kurz vor sechs stand ich auf, ging ins Bad und danach frühstückte ich ausführlich. Um halb 8 setze ich mich in mein Auto Richtung Büro – mein erster Arbeitstag begann um 08:00 Uhr.

Ich bin nun als Recruiterin für ein mittelständisches Unternehmen tätig. Mein Arbeitstag startete mit einer kleinen Begrüßungsrunde, da ich nicht die Einzige war, die ihren ersten Arbeitstag hatte. Nach einer betrieblichen Einweisung und einem kleinen Rundgang durch das Unternehmen wurde ich an meinen neuen Arbeitsplatz gebracht. Voller Motivation startete ich mit einer meiner ersten Arbeitsaufgaben. Den ganzen Tag über war ich damit beschäftigt, Bewerbungen zu lesen und diese zu sortieren. Interessante Bewerbungen wurden weitergereicht und Bewerbungen, welche nicht dem Anforderungsprofil entsprachen, mussten aussortiert werden. Meines Kollegen und Kolleginnen zeigten mir einige Prozesse und Maßnahmen, die bereits schon erfolgreich in die Tat umgesetzt wurden im Hinblick auf das Recruiting im Unternehmen. An meinem ersten Arbeitstag habe ich zwar noch nicht allzu viel gemacht, aber ich habe trotzdem schon einiges mitgenommen für die Zukunft in meinem neuen Job.

Meine Tipps für dich

Mein erster Arbeitstag war super angenehm und überhaupt nicht schlimm. Wenn auch du dich gerade in einer ähnlichen Situation befindest und Angst vor deinem ersten Arbeitstag hast oder nervös bist – mach dir wirklich keinen Kopf. Jeder deiner Kollegen weiß, dass du deinen ersten Tag hast und nimmt Rücksicht auf dich. Alle haben dafür Verständnis und nehmen sich die Zeit dir Dinge und Prozesse zu erklären. Wenn du etwas nicht verstehst oder vergessen hast, dann frag lieber noch einmal nach – keiner reißt dir den Kopf dafür ab, im Gegenteil – besser du stellst Fragen als keine zu stellen – so vermittelst du Interesse und machst keine Fehler und wenn du mal einen Fehler machst, dann denk immer dran – es ist dein erster Arbeitstag. Du bist in einer ungewohnten Situation und musst dich erst einmal an die neue Atmosphäre gewöhnen. Du wirst auch am Anfang nicht alles direkt perfekt können und musst dich sicherlich in das ein oder andere Themengebiet noch einmal einlesen – nicht jeder Anfang ist leicht, aber du schaffst das genauso wie es all die anderen Menschen vor dir auch geschafft haben. Mit Sicherheit wirst du auch das ein oder andere Mal eine Frage noch einmal stellen – es ist nicht schlimm noch einmal zu fragen. Ich habe an meinem ersten Tag auch öfter mal nachgefragt auch, wenn ich die Frage schon einmal gestellt habe, aber mir nicht mehr sicher war, habe ich diese noch einmal gestellt. Ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen. Man kommt in ein neues Unternehmen und muss sich erst einmal an die neuen Arbeitsschritte/-prozesse gewöhnen und das habe ich meinen neuen Kollegen und Kolleginnen auch so kommuniziert, dass ich lieber noch einmal nachfrage, bevor ich etwas falsch mache oder meine Kollegen vielleicht dadurch in ihrer Arbeit behindere.

Wunder dich nicht, wie schnell die Zeit umgehen wird. Wer weiß – ein paar Wochen nach deinem ersten Arbeitstag bist du vielleicht schon gar nicht mehr der/die Neue, sondern jemand anderes. Man lebt sich sehr schnell im Unternehmen ein!

Eure Laura

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