Intuitiv oder rational entscheiden?

Wir treffen alle ständig Entscheidungen – täglich ganz viele kleine, ab und an auch große und bedeutsame. Bist du bei den großen Entscheidungen eher der rationale oder der intuitive Typ? Machst du Pro-Contra-Listen oder wartest du, bis die Entscheidung „fällt“? Wägst du alle Eventualitäten ab oder triffst du Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“?

 

Intuitiv vs. rational – was ist besser?

Gerade bei so wichtigen Entscheidungen wie der Berufswahl ist eine Kombination aus beidem gut. Warum?

Intuitive Entscheidungen haben den Vorteil, dass dein gesamtes (teilweise unbewusstes) Wissen und deine komplette gespeicherte Erfahrung mit einbezogen wird. Damit können hoch komplexe Entscheidungssituationen viel schneller bewältigt werden als mit einem rein analytischen Ansatz. Außerdem hat das Unterbewusstsein Zugriff auf mehr Informationen als dein bewusster Verstand. Der Nachteil ist, dass das Gehirn den Entscheidungsprozess vereinfacht (siehe letzter Beitrag), indem es Heuristiken verwendet. 

Ein analytischer Ansatz ist strukturiert und kontrolliert. Damit vermeiden wir Fehler wie im letzten Beitrag, aber es dauert wesentlich länger. Außerdem werden emotionale Faktoren wie „ein gutes Gefühl“ (welches du ja nicht rational begründen kannst) bei einer bestimmten Tätigkeit oft zu wenig berücksichtigt.

Das Schöne an der Kombination aus beiden Ansätzen ist nicht nur, dass dabei die bestmögliche Entscheidung rumkommt, sondern auch, dass du viel über dich lernst. Du machst dir bewusst, was dir wirklich wichtig ist, wo dir das Herz aufgeht oder wo es sich verschließt. Das sind Dinge, die du für viele weitere Entscheidungen berücksichtigen kannst und die dir generell im Leben helfen, dich selbst zu verstehen.

 

Wie kann man beide Ansätze verbinden?

Unser Ansatz bei der Entscheidungsfindung für einen Beruf sieht folgendermaßen aus:

  1. Definition der Berufskriterien – welche Kriterien muss ein zu dir passender Beruf erfüllen? (analytisch)
    Mach dir dazu eine Liste von Kriterien, die dir wichtig sind, z.B. Stärken, Arbeitsbedingungen, Wissen aus vorherigen Jobs, das du einbringen möchtest. Deine Bedürfnisse sind ebenso wichtig wie das, was du mit deiner Arbeit bewirken möchtest. Mehr zu Berufskriterien findest du hier
  2. Aufstellen der Optionen – welche Berufe/Studiengänge/Ausbildungen/Berufsbereiche kommen für dich infrage? (intuitiv und analytisch)
    Brainstorme Ideen, recherchiere, frage andere Menschen nach Ideen. 
  3. Einholen von Informationen zu diesen Berufen/Studiengängen etc. (analytisch)
    Das ist Recherche-Arbeit – wie gut erfüllen die Optionen deine Berufskriterien?
  4. Bewertung der Optionen auf sachlicher und emotionaler Ebene (intuitiv und analytisch)
    Mit den Ergebnissen von Schritt 3 kannst du sachlich die Optionen schon mal danach bewerten, wie gut sie deine Berufskriterien erfüllen. Beziehe jedoch auch die emotionale Ebene mit ein – welche Option „fühlt“ sich besonders gut an?
  5. Treffen der Entscheidung und Aufstellen eines Aktionsplanes! (analytisch)
    Am Ende muss eine Entscheidung getroffen werden. Welche Option fühlt sich gut an UND erfüllt einen Großteil deiner Berufskriterien? Wie kannst du zu diesem Studiengang / Beruf etc. kommen? Stelle einen Plan auf, wie du dein Ziel erreichst. 

    Welchen dieser Schritte hast du schon angewandt? Welchen bisher noch nicht? Gern helfen wir dir auch, eine reflektierte Entscheidung bei der Berufswahl zu treffen.
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