Wie viele Studiengänge gibt es in Deutschland?

Wie viele Studiengänge gibt es in Deutschland? Was glaubst du? 500? 1000?

Ich habe diese Frage meinen Followern in den sozialen Medien gestellt und habe Antworten im Bereich von 400-900 Studiengängen bekommen.

Die wirkliche Zahl ist wesentlich größer: es gibt über 20.000 Studiengänge in Deutschland!!! Krass, oder?

Zumindest findet man die Zahl 20440 (für das WS 2019/20), wenn man nach Statistiken zu dieser Frage sucht. Dazu gibt es Statistiken der Hochschul-Rektoren-Konferenz (den Link findest du unten), die dazugehörigen Studiengänge findest du auf www.hochschulkompass.de. Wie kommt es, dass diese Zahl so groß ist? Wie ist das überhaupt möglich bei „nur“ etwa 400 Hochschulen?

Diese Zahl zählt alle Studiengänge von allen deutschen Hochschulen. Deshalb sind zum Beispiel alle Physik-Studiengänge aller Hochschulen in dieser Zahl enthalten – Physik an der RWTH Aachen, an der TU München, etc.

Warum zählt man das so? Physik ist doch Physik, oder? „Diese hohe Zahl kommt nicht nur durch die Ausweitung der Studienangebote, sondern auch durch eine veränderte Zählung der Studienangebote zustande. Mit der Ablösung des früheren staatlichen Genehmigungsverfahrens durch Akkreditierungsverfahren haben curriculare Unter­schiede zwischen den Studiengängen innerhalb eines Faches deutlich zugenommen. Durchschnittlich bietet eine Hochschule knapp 50 Studiengänge an. Die meisten Studiengänge gibt es in den Wirtschafts-­ und Sozialwissenschaften sowie in den In­genieurwissenschaften. Viele neue Studiengänge sind an Schnittstellen der traditionellen Disziplinen angesiedelt oder konzentrieren sich auf Teilaspekte oder Anwendungsfelder einer Disziplin.“ (Bildungsbericht 2018, den Link findest du unten)

Es macht also einen Unterscheid, ob du Physik an der RWTH Aachen oder der TU München studierst – die Inhalte unterscheiden sich, auch wenn der Studiengang gleich heißt.

Die Vielzahl an neuen Studiengängen sind oft Mischformen klassischer Studiengänge – z.B. Wirtschaftspsychologie, Bauphysik oder Technik-Kommunikation. Außerdem gibt es immer mehr spezialisierte Studiengänge, die eher einen Teilaspekt beleuchten – z.B. Astrophysik oder Zentralbankwesen.

Kein Wunder also, dass Abiturienten überfordert sind mit der Studienwahl. Wie soll man sich in diesem Dschungel an Möglichkeiten zurecht finden? 

Das geht nur, wenn du klare Kriterien hast, nach denen du dich orientierst:

  • Interessen
  • Standortpräferenzen
  • Stärken und Fähigkeiten
  • Berufsvorstellungen

Diese Kriterien kannst du mit mir zusammen im Coaching (präsent oder digital) herausarbeiten, damit du einen Studiengang findest, der zu dir passt!

Statistik der HRK: https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-06-Hochschulsystem/Statistik/2019-05-16_Final_fuer_Homepage_2019_D.pdf

Link zum Bildungsbericht:  https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2018/pdf-bildungsbericht-2018/kapitel-f-2018.pdf

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