5 Wege deine Stärken zu finden

Spätestens vor dem ersten Bewerbungsgespräch solltest du dich mit deinen Stärken auseinander setzen. Vielleicht tust du es auch schon früher – weil du dich besser kennenlernen möchtest oder bei der Berufswahl. Hier stelle ich dir fünf Methoden vor, mit denen du deine Stärken finden kannst.

1. Nutze eine Stärkenliste:

Das ist die einfachste Methode, und gut geeignet für dich, falls du dich noch nie mit Stärken beschäftigt hast. Denn dann hast du vielleicht noch keine Ahnung, was alles Stärken sein können. Eine Liste mit Stärken kannst du durchgehen und die Stärken ankreuzen oder herausschreiben, die du für deine Stärken hältst. Eine solche Liste kannst du zum Beispiel hier finden.

2. Frage andere:

Vielen Menschen fällt es schwer, ihre Stärken einzuschätzen. Ist das wirklich eine Stärke von mir? Kann ich das besser als andere? Es ist hilfreich, andere Menschen um ihre Einschätzung zu bitten. Frage andere:

  • Was hältst du für meine Stärken?
  • Was kann ich besser als andere?
  • Welche Eigenschaften magst du an mir?

Beachte jedoch, dass die Rückmeldung anderer Menschen auf diese Fragen immer subjektiv ist. Die Menschen antworten aus ihrer Perspektive, die durch ihre eigene Persönlichkeit und Erfahrungen geprägt ist. Jemand, der selbst Wert auf Hilfsbereitschaft legt, wird eventuell deine Hilfsbereitschaft loben, während jemand anders die gar nicht bemerkt. Eine sehr introvertierte Person könnte deine Kontaktfreudigkeit bewundern und herausstellen, während eine sehr extrovertierte Person das für ganz normal hält und nicht erwähnt. Eine andere introvertierte Person könnte sogar deine Kontaktfreudigkeit eher nervig finden und das gar nicht als Stärke ansehen.

Es ist also immer hilfreich, mehrere unterschiedliche Menschen zu befragen, die dich möglichst auch aus unterschiedlichen Kontexten kennen.

3. Analysiere deine Vergangenheit:

Deine Stärken begleiten dich schon dein ganzes Leben lang. Sie sind immer da und prägen dein Verhalten. Da du ein Leben ohne sie gar nicht kennst, hältst du sie eventuell für selbstverständlich und siehst sie gar nicht als Stärken an.

Du findest überall in deinem bisherigen Leben Hinweise auf deine Stärken. Schau dir Erfahrungen aus deiner Vergangenheit an. Welche Erfolge hast du bereits erzielt? Wie genau hast du das gemacht? Hast du zum Beispiel deinen Schulabschluss geschafft, weil du fleißig warst? Oder besonders intelligent? Oder weil du eine gute Beziehung zu deinen Lehrern aufbauen konntest? Oder weil du immer Leute dazu überreden konntest, deine Hausaufgaben für dich zu machen? Oder weil du genau wusstest, welche Mindestanforderung du zu erfüllen hattest?

Wie warst du als Kind? Welche Eigenschaften hast du schon, seit du klein bist? Was hat dich von anderen Kindern unterschieden? Du kannst auch deine Familie fragen, wie sie dich erlebt hast, als du klein warst.

Du kannst auch anders herum vorgehen und für die Stärken, die du aus der Stärkenliste als deine benannt hast, Beispiele aus deinem Leben finden.

4. Beobachte dich selbst:

Wenn du die Aufgaben vorher gemacht hast, wird es dir auch im Alltag leichter fallen, dein Verhalten zu beobachten und zu analysieren. Wenn du etwas tust – egal was – achte darauf, wie du es tust und was das über deine Stärken aussagt. Wie gestaltest du deinen Tag? Bist du sehr strukturiert und planst viel oder lebst du eher im Moment und tust die meisten Dinge spontan? Wie verhältst du dich im Kontakt mit anderen Menschen? Offen und kontaktfreudig? Beobachtend und analysierend? Direkt? Herzlich? Wie verhältst du dich, wenn du eine Aufgabe erledigen musst? Nimm auch gern die Stärkenliste zu Rat, um deinen Erfahrungen Stärken zuzuordnen.

5. Nutze Persönlichkeitstests:

Die vier Methoden oben sind schon völlig ausreichend, um deine Stärken zu benennen. Viele Menschen – darunter zähle ich auch – nutzen dennoch gerne Persönlichkeitstests, um noch mehr über ihre Stärken zu lernen. Manche verwenden sie als Abkürzung, um die obigen Methoden nicht anwenden zu müssen. Andere verwenden sie als Ergänzung. Ich rate dir zu Zweiterem. Du kannst das Ergebnis eines Persönlichkeitstests erst bewerten, wenn du dich schon ein bisschen kennengelernt hast. Du solltest dem Ergebnis nicht blind glauben, sondern es mit deiner Wahrnehmung und deiner Erfahrung abgleichen.

Persönlichkeitstests machen den Vergleich zu anderen Menschen einfacher, weil sie Menschen in bestimmte Kategorien einordnen oder auf Skalen anordnen. Allerdings ist das immer eine Vereinfachung. Das komplexe Konstrukt der Persönlichkeit vollständig abzubilden ist mit Persönlichkeitstests nicht möglich. Nimm sie deshalb gerne als Ergänzung zu den anderen vier Methoden.

Es gibt kostenfreie Persönlichkeitsanalysen, die mal besser und mal schlechter sind. Probier gern diese hier mal aus: die 16 Personalities nach Myers-Briggs, 123test nach den Big 5 oder den VIA character test. Kostenpflichtige Persönlichkeitsanalysen sind genauer und meist weniger oberflächlich. Ich selbst arbeite unter anderem mit dem IMX Leistungspotenzialprofil

 

Du möchtest diese Methoden und weitere gern noch besser kennen und anwenden lernen? Du möchtest eine Übersicht über all deine Stärken bekommen? Dann komm zum nächsten Seminar Stärkenfinder! Dort erstellst du mit Hilfe praktischer Übungen und dem Feedback anderer ein individuelles Stärkenprofil, welches du für die Berufsfindung, die Bewerbungsvorbereitung und vieles mehr nutzen kannst! Hier findest du den nächsten Termin!

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